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Flashback - Ein Jahr Selbständigkeit

Liebe Optimisten! 🙂

„Erst wenn man zurückblickt, kann man sehen, wie weit man gekommen ist.“ – Laura Depping

Bald ist es soweit: In wenigen Wochen bin ich ein Jahr selbständig und aus diesem Grund dachte ich mir, dass ich gerne einen kleinen persönlichen Rückblick machen möchte -und euch dazu mitnehme.
Viel Spaß dir beim Lesen!
Was ist im letzten Jahr passiert und wie bin ich überhaupt dazu gekommen, selbständig sein zu wollen?
Ehrlich gesagt weiß ich noch gar nicht so lange, dass ich selbständig sein möchte. Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, ist es extrem auffällig, dass ich prädestiniert bin, diesen Weg einzuschlagen. Meine Eltern haben beide eine Ausbildung gemacht, sich im Laufe ihres Lebens jedoch auch selbständig gemacht. Während mein Vater mit seiner Firma nun schon 20 jähriges Jubiläum feiert, hat meine Mutter vor ein paar Jahren ihren eigenen Laden eröffnet. Trotzdem haben wir nie viel übers Gründen gesprochen: Mein Studium als Psychologin machte (auch für mich selber) nicht den Anschein, dass ich diesen Weg einschlagen würde. Trotzdem kann ich rückblickend sagen, dass mir die Arbeitsweise als Selbständige extrem liegt und ich mich sowohl während meiner Zeit im Ausland als auch in den fünf Jahren Studium gut darauf vorbereitet habe. Es gibt noch immer jeden Tag so viel zu lernen, dass es den Rahmen sprengen würde, das hier aufzuschreiben. Doch was ich mitgebracht habe, schon zu Beginn meiner Selbständigkeit, sind Disziplin, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz. Ich kann fleißig und unermüdlich an einem Projekt arbeiten, für das mein Herz schlägt. Gleichzeitig ist das 80/20 Prinzip mein Lebensmotto. Ich verschwende meine Zeit nicht damit, Perfektion anzustreben, weil mir das letztendlich nur Kraft und Zeit für meine folgenden Projekte rauben würde. Ich habe einen guten Blick dafür, worauf es ankommt und was man auch einfach mal links liegen lassen kann, weil es aktuell nicht von Bedeutung ist.
Dennoch hatte ich ganz schön „Schiss inne Buchse“ (wie man in meiner Heimat OWL ganz offen sagt), als ich mich dann wirklich für die Selbständigkeit direkt nach dem Studium entschieden habe. Zu Anfang habe ich es nicht einmal so genannt. In den Gesprächen mit meinen Eltern habe ich davon erzählt, wie meine Zukunftspläne so aussehen und dass ich diesen Weg erst einmal für ein Jahr ausprobieren möchte. Falls es doch nichts für mich ist, kann ich mich mit meinem abgeschlossenen Psychologie-Masterstudium immer noch irgendwo als Psychologin anstellen lassen. Somit hatte ich diese Sicherheit im Hinterkopf, was mir gut tat und Angst genommen hat. Dieser Weg, den ich nun seit knapp einem Jahr (seit Oktober 2016) gehe, hat mich nach Berlin geführt. In unsere Hauptstadt!
Hättest du mir vor einem Jahr gesagt, dass ich heute in Berlin wohnen würde, hätte ich dich vermutlich ausgelacht und es einfach abgetan als „jaja, genau“.
Zwar mochte ich schon immer Veränderungen, doch der Sprung aus unserem 1.400 Einwohner-Dorf Retzen (Ortsteil der Stadt Bad Salzuflen) in die Hauptstadt mit 3,5 Millionen Einwohnern war definitiv ein großer Sprung, sogar für mich. Ich verändere gern, häufig, fokussiert und zeitnah mein Leben. Während ich diese Zeilen gerade tippe, kann ich es selbst kaum fassen, wie schnell ich mich in Berlin eingelebt habe. Ich wohne gerade einmal seit drei Wochen hier und fühle mich schon jetzt so extrem angekommen und zuhause. Hier sind seit dem Einzug bereits so grandiose, für mich weltverändernde Dinge passiert, das ich einfach von tiefstem Herzen dankbar für diesen Schritt bin.
Doch gehen wir einmal etwas der Reihenfolge nach: Im Oktober letzten Jahres habe ich mich offiziell selbständig gemacht, nachdem mein Masterzeugnis der Uni Bielefeld zum 30.09.2016 ausgestellt wurde. Im Sommer letzten Jahres durfte ich die große Liebe meines Lebens, Dennis, heiraten. Seitdem trage ich seinen Nachnamen und habe mich an diesen durch die Selbständigkeit sehr schnell gewöhnt. Erst seit dem 1. Juni 2016 heiße ich nicht mehr „Korf“, sondern nun „Depping“ mit Nachnamen. Es fühlt sich so vertraut an als käme mein Mädchenname aus einem anderen Leben. Denn wenn du deine Firma nach deinem eigenen Namen benennst, taucht der sehr oft auf und prägt sich natürlich ein. Mitte November 2016 habe ich dann mein erstes eigenes Buch veröffentlicht und mir damit wirklich einen Lebenstraum erfüllt! Ich hatte keinen Bock mehr zu warten bis ich Mitte 40 bin und ein namhafter Verlag mein Buch verlegen würde. Natürlich ist es immer noch mein Ziel, in Zukunft mit einem der großen Verlage zusammenarbeiten zu dürfen, weil Schreiben meine absolute Leidenschaft ist. Doch für den Moment wollte ich das Risiko einfach nicht eingehen – weißt du: Menschen sind so zerbrechlich und du weißt nie, wie viel Zeit du auf dieser Welt hast. Deshalb möchte ich jeden Tag unter dieser Prämisse nutzen. Ich möchte bereits etwas hinterlassen und meine Geschichte teilen, bevor sie zuende geschrieben ist. Denn ich weiß nicht, wann das sein wird und kann es einfach nicht riskieren, dass ich gehen muss ohne die Erfahrungen meines Lebens geteilt zu haben. Denn ich glaube genau dazu ist unser Leben da, jedes Einzelne: Dass du deine Erfahrungen nicht nur für dich machst, sondern sie teilst. Weil mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt, schreibe ich gerade ein zweites Buch -zu genau diesem Thema. Ich bin so überglücklich, dass mein erstes Buch „Wie Optimismus alles möglich macht – 10 Schlüssel zu deinen neuen Gewohnheiten“ so einen großen Anklang findet und ständig gekauft wird; sogar ohne dass ich Werbung dafür mache oder aktuell viel davon erzählen würde. Es hat sich einfach rumgesprochen. Du kannst dir kaum vorstellen, wie sehr es mich jedes Mal mit Stolz und gleichzeitig auch Demut erfüllt, wenn mich jemand bittet, sein Exemplar zu signieren. Für jedes einzelne Buch nehme ich mir dann ein paar Minuten Zeit, um die erste Seite vollzuschreiben. Es berührt mich einfach, dass Menschen es lesen und es ihnen so gut gefällt. Ich wurde im Zuge dessen so häufig gefragt, wann es etwas Neues von mir zu lesen gäbe und diesem Wunsch komme ich endlich nach: Am 12.11.2017 veröffentliche ich mein zweites Buch mit dem Titel „Ich verstehe dich – 10 Gründe deine Lebensgeschichte zu teilen.“
Edit: Außerdem -das ich mir gerade erst im Nachhinein so bewusst geworden- habe ich tatsächlich ein Jahr lang jede Woche mindestens ein YouTube-Video aufgenommen. Seit August 2016 habe ich meinen YouTube-Kanal Laura Depping regelmäßig gefüttert; um für mich selber zu üben, regelmäßig zu sprechen und euch dabei direkt (noch IN meinem Übungsprozess) Content mitzugeben. Ich wollte euch einfach teilhaben lassen an meiner Entwicklung. Deshalb habe ich zu Beginn sogar zwei Videos pro Woche aufgenommen! Nach circa einem halben Jahr gabs dann immer montags abends ein neues Video von mir. Erst vor wenigen Wochen habe ich diese Regelmäßigkeit auf YouTube beendet, um mich voll und ganz auf die Speakings zu konzentrieren. Sie benötigen sowohl Vor- als auch Nachbereitung und aus diesem Grund mache nun immer mal wieder ein neues Video für YouTube, wenn ich etwas Freiraum dafür habe. Denn mein Bedürfnis, neue Gedanken mit euch zu teilen und zu diskutieren, ist keinesfalls weniger geworden. Ganz im Gegenteil! 😀

Doch mein Hauptaugenmerk lag in meinem ersten Jahr als Selbständige weder auf dem Schreiben noch auf YouTube, sondern auf dem Sprechen. Nach einiger Vorbereitung und enger Zusammenarbeit mit meinem grandiosen Mentor Steffen Kirchner, der mir am 11. Januar 2017 angeboten hat mein Mentor zu sein (ja, Steffen, dieses Gespräch und dieses Datum haben sich mir für immer eingeprägt), begann ich mit meinen ersten Auftritten. Um eingeladen zu werden und auf Events öffentlich Vorträge halten zu dürfen, bedarf es einiger -ich nenne es mal- „Vorarbeit“. Womit ich im letzten Jahr extrem viel Zeit verbracht habe, ist Beziehungen aufzubauen. Nicht nur zu netzwerken oder Menschen „einzusammeln“, sondern echte und stabile Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Ich interessiere mich nicht nur für sie, weil ich auf ihren Events sprechen möchte, sondern weil sie mich wirklich interessieren. Weil ich ihre Visionen kennenlernen und wissen möchte, wie ich ihnen dabei helfen kann, diese Visionen wahr werden zu lassen. Du kannst dir kaum vorstellen, wie wunderschöne Menschen ich in diesem Jahr kennenlernen durfte. Wann immer dich die Zeitungen mit negativen Nachrichten erschlagen und dir weißmachen wollen, dass die Welt schlecht ist, kann ich dir sagen: Geh raus und überzeug dich selber. Dort draußen laufen so viele strahlende, vor Liebe übersprudelnde Menschen rum, die diese Welt nicht nur positiv verändern wollen, sondern genau das auch tun!
Mit diesen Menschen durfte ich viel Zeit verbringen, in ihren Podcasts zu Gast sein (das waren im letzten Jahr tatsächlich mehrere) und sie wachsen sehen.
Ich durfte lernen, mich zu positionieren und Prioritäten zu setzen. Wer will ich sein? Worüber kann ich besonders gut reden, was ist meine Geschichte?
Zum ersten Mal habe ich Mitte April dann Teile meiner Geschichte erzählt; auf dem ersten Event, bei dem ich zu Gast sein durfte. Natürlich war ich vorher aufgeregt, aber es hat mir vom ersten Moment an so viel Spaß gemacht! Nicht nur die 25 Menschen im Raum waren begeistert, sondern auch die 96 Leute, die den Livestream dieses Events auf meiner Facebook-Seite angeschaut haben. Ich konnte es nicht fassen! Über 100 Leute schenken mir ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit, um mir zuzuhören. Wahnsinn, was für ein Geschenk! Aus den 25 Menschen beim ersten Events wurden über die Sommermonate stetig mehr – von Köln über Bad Mergentheim (bei Würzburg) nach Hannover und Bielefeld kamen nach und nach mehr Menschen dazu, die mir unvergessliche Augenblicke geschenkt haben. Der krönende Sommerabschluss, kurz vor meinem Umzug nach Berlin, war SHINE Bright in Bielefeld. Während ich noch unten im Backstage-Bereich saß und mich auf den Auftritt vorbereitet habe, bekam ich die News: „Laura, wir müssen noch ein paar Stühle dazu stellen, es sind so viele Menschen gekommen.“ Knapp 100 Leute waren in Bielefeld live dabei! Du glaubst gar nicht, wie mir in diesem Moment das Herz in die Hose gerutscht ist. Auf der einen Seite habe ich mich so unbeschreiblich gefreut und auf der anderen Seite stieg natürlich meine Aufregung. So sehr ich die Bühne und das Sprechen liebe -100 Menschen! Wow.
Dieser Abend wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Als ihr am Ende alle aufgestanden seid und meinen Namen gerufen habt, sind mir so die Tränen in die Augen gestiegen. Es war nicht, weil ich unbedingt gefeiert werden will, sondern weil ich in den Augen eines jeden Einzelnen von euch gesehen habe, dass meine Botschaft angekommen ist. Dass ihr verstanden habt, was ich mir für euer Leben wünsche -nämlich dass ihr von innen strahlt, weil ihr glücklich seid.
Heute und morgen stehen die nächsten Speakings an. Zwei an einem Wochenende hatte ich noch nie und freue mich, dass ich nun in regelmäßiger Übung bin. Ich habe schon von mehreren Seiten das Feedback bekommen, dass ich mich seit der ersten Speech extrem verbessert habe und das freut mich natürlich. Genau das ist mein Anspruch an mich selbst: Die Menschen zu erreichen, super viel Spaß zu haben und gleichzeitig mit jedem Mal ein bisschen besser zu werden. Dazu ist der Herbst mit all der Veränderung, die er mit sich bringt, die beste Jahreszeit. Menschen wollen aufbrechen und wünschen sich Veränderung. Genau da komme ich ins Spiel! Ich habe den ganzen September durch Speakings und freue mich auf jedes einzelne Gesicht von euch, das ich persönlich treffen werde. Ihr verändert meine Welt! Ihr habt dieses erste Jahr meiner Selbständigkeit zu dem gemacht, was es ist. Es ist ein Startschuss für den Weg, den ich gehen will. Dankeschön!
Das Publikum hat sich bisher stetig vergrößert, aber am 16. September 2017 schießt mein Kumpel Anton den Vogel ab: Ich darf auf seinem Konzert sprechen, für das bereits 700 Tickets verkauft sind. Wow! Was für eine positiv verrückte Veranstaltung! Doch weißt du was? Ich habe keine Angst davor. Ich weiß, dass meine Message mich in jedem Moment tragen wird. Das, was ich in die Welt bringen möchte, ist viel größer als ich selbst. Deshalb brauche ich mich nicht zu fürchten. Ich kann gelassen und voller Vorfreude zu diesem Event gehen, weil ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist der Weg, der mir gut tut.

„Wenn man das Richtige mit Liebe tut, tut das Universum das Übrige dazu.“ – Laura Depping
Es kommt alles zur rechten Zeit. Darauf vertraue ich und das stärkt mich.

Trotzdem fühle ich mich natürlich nicht an jedem Tag kraftvoll und rundum gut. Selbstständig zu sein kostet besonders in der Anfangsphase viel Kraft, Zeit, schlaflose Nächte und manchmal mach sogar ich mir Sorgen. Wenn du daran interessiert bist, auch über diese Seite meines ersten Jahres als Selbständige mehr zu erfahren, schreib es mir gern in die Kommentare. Dann werde ich in einem meiner nächsten Blogeinträge von den herausfordernden Phasen meines ersten Jahres in der Selbständigkeit erzählen.

Herzlichen Dank dir für alles!
Bleib optimistisch,

2 Responses to Flashback – Ein Jahr Selbständigkeit

  1. Jens Drissen

    Hallo Laura,

    mich würde es sehr interessieren welche Herausforderungen du in deinem ersten Jahr als Selbstständige hattest und wie du damit umgegangen bist.
    Außerdem würde es mich unglaublich weiterbringen wenn du mir Tipps geben würdest mit schwierigen Situationen umzugehen. Ich habe eine 6 jährige Tochter die eine Behinderung hat und schon mehrfach Operiert werden musste. Einige male haben Ärzte, sie, ihre Mutter und ich um ihr Leben gekämpft. Sie ist ein fröhlicher Mensch und ich genieße die Zeit mit ihr, aber in meinem Beruf als Physiotherapeut bemerken Patient und Kollegen das ich mich nicht richtig öffnen und loslassen kann.
    Meine Vision ist mich als Physiotherapeut selbstständig zu machen und mit vor allem (Hobby) Sportlern zusammen zu arbeiten und diese wieder Fit und belastbar zu machen.

    Schon einmal vielen Dank für deine Zeit meine Nachricht zu lesen und ich hoffe dich bald mal Live sprechen zu hören.
    Liebe Grüße,
    Jens

    • Lieber Jens,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar und dass du dich hier so ehrlich geöffnet hast. Das ist alles andere als selbstverständlich und dafür bewundere ich dich sehr. Zudem bereichert es die gesamte Community, die hier vielleicht nicht alles kommentiert, aber ganz sicher immer mitliest. 🙂
      Wenn du magst, schreibe ich im Dezember einen gesamten Blogbeitrag zu den Herausforderungen meines ersten Jahres als Selbständige. Was hältst du davon?

      Zudem möchte ich dir total gern konkrete Tipps zu den Situationen geben, die für dich gerade schwierig sind. Wenn du möchtest, schick mir gerne eine Mail an info@lauradepping.de mit konkreten Situationen, zu denen du einen Rat gebrauchen könntest.
      Ansonsten (das hier ist absolut keine Werbeveranstaltung) würde ich natürlich immer mein erstes Buch (siehe SHOP) empfehlen, um sich grundsätzlich ein positives, optimistisches Mindset aufzubauen. Darin habe ich meine besten Tipps zusammengetragen, die dich optimistischer werden lassen und mithilfe derer du deine Gedanken verändern kannst.
      Wie gesagt: Solltest es um konkrete Situationen gehen, schreib mir gerne. 🙂 Und allgemein ist das Buch natürlich meine dicke Empfehlung!

      Viele Grüße,
      Laura

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