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Bei mir - Gastbeitrag von Laura Schmolke

Hallo Optimisten! 🙂

Ihr wisst: Ich LIEBE Gedichte. Und mittlerweile habe ich von euch richtig viel Feedback bekommen, dass ihr gute Gedichte genau so sehr feiert wie ich. Aus diesem Grund bin ich mega stolz, heute den ersten Gastbeitrag auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.
Laura Schmolke war vor kurzem bei meinem SHINE BRIGHT Event in Bielefeld dabei und hat im Anschluss dieses atemberaubende Gedicht verfasst. Ich bin total glĂĽcklich, dass ich es hier auf meinem Blog mit euch teilen darf. Es heiĂźt „Bei mir“:

Bei mir

Mein Herz, das geht nicht fort.
Versteckt sich meist an einem Ort.
Nur ich, ich kann es fĂĽhlen.
Kann es wärmen und auch kühlen.
Kann es schĂĽtzen und verletzen,
und sollte es wertschätzen,
dass es in mir schlägt,
den Rhythmus in mir regt.
Das ist nicht selbstverständlich,
denn wir sind jetzt endlich.
Unbeständig, das ist klar!
Verschleiert, wie ich sah,
versteckte ich mein Herz in mir.
Ich hol es nicht ins Jetzt und Hier.
Dass ich die Vergänglichkeit nicht schätz‘.
die MaĂźstäbe falsch sätz‘,
nicht an mich selber glaube,
mir nicht all zu viel erlaube
und mir immer wieder sag,
dass ich mich nicht mag.
Das ist bei Weitem nicht ganz richtig.
Ich nehm mich selber nicht zu wichtig.

Drum sollt ich etwas anders machen.
Viel mehr lachen.
Viel mehr sein.
Wiederfinden meinen Schein,
der an Ort und Stelle sich befindet.
Nie verschwindet.
Ă–ffne doch mein Herz
und lass den Schmerz.
Er wird vergehen,
werd ihn verstehen.
Meinen Rhythmus in mir regen,
und ihn weiter pflegen.
Bis er ist so laut,
dass man ihn sieht auf meiner Haut.
Dass er entschwindet
und verbindet.
Ihn jeder spĂĽrt und sieht
und sich zu mir zieht,
um zu lernen wie man scheint,
lachen tut und nicht mehr weint.
Ă–ffne doch mein Herz,
und lass den Schmerz.
Ich bin gut so, jetzt und hier:
Einfach nur bei mir.